Longmorn The Distiller's Choice Single Malt Whisky

Charakter
The Distiller's Choice reift in einer Kombination aus Hogsheads, Oloroso-Sherryfässern und Ex-Bourbon-Fässern und trägt keine Altersangabe – der zugänglichste Einstieg in den Longmorn-Stil. Abgefüllt wird er mit 40 Vol.-%.
Geschmack
Die Nase zeigt tropische Frucht wie Mango und Papaya neben Zucker, Malz und einer leichten Kohlenote vom Fass sowie Vanilleeis, Kernobst und Zitronenschale. Am Gaumen zeigt sich eine mittelkräftige, leicht cremige Textur mit fruchtigen Noten, Ingwer, weißem Pfeffer und gerösteter Eiche, ergänzt um Karamell und Butterscotch mit Rosine und Milchschokolade. Der Abgang bringt Apfelkuchen und verklingende Milchsüße.
Destillerie, Region SpeysideLongmorn
Die Longmorn Distillery steht im Dorf Longmorn, rund vier Kilometer südlich von Elgin in Moray. John Duff gründete sie 1894; die erste Betriebsphase fiel jedoch in die schwierige Whiskykrise, sodass Longmorn bereits 1898 wieder stillstand. 1900 nahm die Anlage den Betrieb erneut auf. Der Standort im Speyside-Gebiet verbindet die Brennerei mit einer Region, deren Wasserläufe, Gerste und traditionelles Lagerwesen die schottische Malt-Produktion nachhaltig geprägt haben. Im 20. Jahrhundert wechselten die Besitzverhältnisse mehrfach. Longmorn kam 1970 zu Seagram und gehört seit der Übernahme von Chivas Brothers durch Pernod Ricard im Jahr 2001 zu diesem französischen Spirituosenkonzern. Der Whisky wurde lange vor allem als Bestandteil von Blends eingesetzt; heute wird er auch als eigener Single Malt angeboten. Die Brennerei arbeitet mit kupfernen Pot Stills und reift ihre Destillate in unterschiedlichen Eichenfässern, wobei konkrete Fasskombinationen von der jeweiligen Abfüllung abhängen. Longmorn ist kein reguläres öffentliches Besucherzentrum mit ständigem Tourbetrieb. Die Marke präsentiert ein begrenztes Sortiment, darunter altersdefinierte und speziell fassgereifte Abfüllungen, während ein erheblicher Teil der Produktion weiterhin in den Konzernkontext von Chivas Brothers gehört. Beschreibungen betonen häufig einen kräftigen, malzigen und fruchtigen Speyside-Charakter; solche Verkostungsnotizen beziehen sich auf einzelne Batches und ersetzen nicht die Angaben des Etiketts. Besucher sollten Zugang und Termine vorab beim Betreiber klären.